Dieter Quester: “Ich gestehe jetzt, daß mir der Tod eines Rennfahrers nicht sehr nahe geht. Wenn ich all die Jahre zurückblicke und nachzähle, wer von meinen Gegnern nicht mehr lebt, so ließe sich daraus ein großes Startfeld mit klingenden Namen zusammenstellen.

Oh doch, zweimal hat's mich tief gepackt. Als Gunnar Nilsson starb, mein einstiger Teampartner. Und als Rolf Stommelen 1983 in Riverside verunglückte, weil sich der Heckspoiler von seinem Porsche 935 löste, hatte ich einen wirklich guten Freund verloren. Rolf und ich lagen auf einer Wellenlänge. Er war ein Athlet, hatte Muskeln wie ein Bodybuilder, und mit seinem Lockenkopf erinnerte er mich immer an den berühmten Komponisten Franz Schubert.

Als Rolf Stommelen einmal gefragt wurde - an sich eine blöde Frage -, ob er sich vorstellen könnte, ein Tier zu sein, und wenn ja, welches, hatte er geantwortet: "Ich möchte ein Vogel sein. Denn der kann fliegen und frei sein."

Er starb dann im Fluge.”

Derek Bell: “Die Rennfahrerei war sein Lebensinhalt. Ich habe mich oft gefragt was er wohl tun wird wenn er damit aufhört. Es gab nichts anderes für ihn. Er lebte für den Rennsport.”

Mike Kranefuß (damals Ford-Rennleiter): “Einen Stommelen würde ich immer wieder verpflichten. Er ist schnell, unheimlich erfahren, ein echter Profi. Da weiß man, wo man sein Geld anlegt.”

Graham Hill (damals Teamchef von Rolf): “Ein Goldstück, das ich nicht mehr hergebe!”